Wölfe ohne Mythen und Märchen

Das großartige Sondercover dieser Episode ist von Caroline Frett.

Wölfe sind tatsächlich ein brisantes, kontroverses und hochpolitisches Thema. Das polnische Künstler_innenduo Alexandra Mizielińska und Daniel Mizieliński nähert sich in dem Graphic Novel-Sachbuch “Wölfe” gemeinsam mit dem Experten Michaił Figura (Moritz Verlag, ab 8 Jahren) den Tieren wert- und vorurteilsfrei. Sie portraitieren Wölfe wissenschaftlich seriös und widerlegen mit diesem Buch der Stunde das gesellschaftliche Bild, das seit Jahrhunderten von Mythen und Märchen geprägt ist. Wissenschaftsvermittlungs-Best-Practise! 

Auch in dem Nichtmärchen-, Sach- und Mitmachbuch “Rotkäppchen rettet den Wolf” von Gemma Palacio (Bilder) und Petra Piuk (Text) ( Verlag, ab 6 Jahren) geht es um Wolfs- und Naturschutz. 

Ein gelungenes Beispiel für ein liebenswürdiges Bilderbuch, das (Berufs)Klischees aufbricht ist “Das ist doch kein Beruf für einen Wolf” von Mareike Engelke (Bilder) und Annette Feldmann (Text) (Tulipan Verlag, ab 4 Jahren). Maria Jönsonn hat in “Erbsenalarm” (Hanser Verlag, ab 4 Jahren) ein wirklich lustiges Kinderbuch über eine doch recht menschliche Wolfsfamilie geschaffen, in dem sie eine alltägliche Familiensituation authentisch nachstellt.

Ileana Seidl von thetiniestbookclub stellt das Debüt “Der Wolfspelz” ( Verlag, ab 6 Jahren) von Sid Sharp vor. Eine herrlich düstere Mischung aus Bilderbuch und Comic.

Leseratte Ro war dieses Jahr auf einem Ferienlager, genau wie die Protagonist_innen in “Wolf” von Saša Stanišić (Carlsen Verlag, ab 11 Jahren).

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