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War das jetzt rassistisch? 22 Antirassismus-Tipps für den Alltag

Die schlechte Nachricht: Das anti-rassistische Volksbegehren, das aus der österreichischen Black Lives Matter-Bewegung entstanden ist, ist zumindest, was die Behandlung im Nationalrat betrifft, gescheitert. Wenige Stimmen fehlten auf die notwendigen 10.000.

Die gute Nachricht: Die Arbeit der Initiative hört hier nicht auf. Viele Akteur_innen sorgen weiterhin dafür, dass Anti-Rassismus weiterhin ein Thema bleibt. 

Das Buch „War das jetzt rassistisch?“ ist ein Beispiel dafür. Menschen rund um Black Voices und Verbündete haben sich dafür, verschiedenen, scheinbar harmlosen, Alltagsfragen angenommen. Zum Beispiel: „Was für eine Mischung bist du?“, „Warum nicht All Lives Matter?“, „Geht politische Korrektheit heute nicht viel zu weit? oder „Ich bin auf eurer Seite! „Wieso nennt ihr mich rassistisch?“. Anhand dieser werden rassistische Denkmuster benannt und gleichzeitig Tipps zur weiteren Auseinandersetzungen gegeben. Nicht zuletzt weil die Betroffenen hier so klar und verständlich, mit vielen Beispielen, Fakten (und durchaus auch mit Humor) argumentieren, eignet sich „War das jetzt rassistisch?“ auch besonders Lektüre für Jugendliche. Der österreichische Bezug ist für mich natürlich ein klarer Bonus, mir ist bislang kein so ein Werk bekannt. Ich finde aber, das Buch sollte durchaus im ganzen deutschsprachigen Raum gelesen werden. 

Clever und catchy ist das Cover: Man sieht eine Person mit Afro von hinten, Teile der Haare heben sich haptisch ab. Es ist nahezu unmöglich, diesen 3D-Effekt mit den Finger nicht erspüren zu wollen. Um Haare geht es tatsächlich in einigen Kapiteln.

Herausgegeben wurde War das jetzt rassistisch?“ von Minitta Kandlbauer, Melanie Kandlbauer und Noomi Anyanwu. Weitere (Gast)Beiträge stammen von Amani Abuzahra, Asma Aiad, Omar Khir Alanam, Emmeraude Banda, Chantal Bamgbala, Conchita Wurst, DariaDaria, Samuel Hafner, Adjanie Kamucote, Daphne Nechyba, Sladjana Mirković, Nada Taha Ali Mohamed, Magdalena Osawaru, Mireille Ngosso, Camila Schmid und Vina Yun. Illustriert wurde das Buch von Esma Bošnjaković (Strudelworte). 

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