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Alle spielen Fußball!

Zugegeben: Niemand in unserem Haushalt interessiert sich (mehr) besonders für Fußball. Ich weiß gar nicht genau, warum ich überhaupt einen Blick in das Büchlein geworfen habe, zumal das Cover auch nicht sooo vielversprechend aussieht. Darauf befindet sich, zwar sehr hübsch illustriert, ein Fußball spielender weißer Junge. So weit so unspektakulär.

Aus irgendeinem Grund habe ich aber doch hineingeblättert und gleich die erste Seite hat es mir angetan: Ein Schwarzer Junge und ein weißes Mädchen, beide voll in Fußballdressen und am Kicken. Damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet. Ich bin begeistert! Das Beste: So divers geht es auf den restlichen Seiten auch weiter. Wir haben nachgezählt: In dem Buch kommen nahezu so viele Fußballerinnen wie Fußballer vor, davon viele Kinder of Color.

Das Pappbilderbuch ist so aufgebaut, dass auf jeder linken Seite Begriffe aus der Welt des Fußballs dargestellt und beschrieben werden und auf jeder Rechten geht es mit Schiebeelementen zu Sache. Es können Tore geschossen, rote und gelbe Karten verteilt und Bälle geköpfelt werden. Die Schieber sind leichtgängig und können von Einjährigen schon gut bewegt werden. Nathalie Choux’ Illustrationen sind wie gewohnt sehr liebenswert und kindgerecht. Das Buch entzückt auf sämtlichen Ebenen, doch vor allem wegen der gelungenen Darstellung von Vielfalt im Kinderfußball, wo Buben und Mädchen noch gemeinsam spielen dürfen.

Nathalie Choux: Mein erstes Buch vom Fußball (arsEdition)

2 thoughts on “Alle spielen Fußball!

  1. Ich lese deine Buch-Rezensionen total gerne! In diesem Fall stolpere ich allerdings darüber, dass in diesem Buch der Begriff “Mannschaft” verwendet wird, obwohl sowohl Mädchen als auch Buben mitspielen. Als Frau, die schon jahrelang Fußball spielt, ärgere ich mich immer wieder über diesen, so häufig unbedacht verwendeten, Begriff.

    1. Ja, da stimme ich dir absolut zu! Bücher in denen auf gendergerechte Sprache Rücksicht genommen wird, sind so selten wie Juwelen. In dem Fall ist es noch ganz okay zu lösen, weil der Zielgruppe noch ausschließlich vorgelesen wird und ich dann Begriffe immer selber ändere. Auch nicht die beste Lösung, aber naja… Später geht das dann nicht mehr. Aber ich merke dass sich gaaanz langsam etwas in die Richtung tut, immerhin habe ich dieses Jahr schon ganze 3 Bücher entdeckt, in denen auf Sprache geachtet wird.

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