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Steinchen

hat sich mit Ray, der wissbegierigen Glühbrine in mein Herz gezeichnet. Allein das Vorsatzpapier, das die Textur und Farbe von „Steinchen“ großflächig und perfekt abbildet, verzückt mich.

Steinchen (in der italienischen Originalausgabe heisst es Petra und wird weiblich gegendert) ist ein_e ebenso niedliche_r wie ungewöhnliche_r Protagonist_in. Steinchen glaubt, es sei ein riesiges, furchtloses Felsengebirge. Jedoch wird es eines Tages von einem Hund geschnappt und von dessen Halter_in in ein Vogelnest geschmissen. Rasch arrangiert sich Steinchen mit der Rolle als Ei. Es ist schon gespannt, was aus ihm schlüpfen wird. Der Vogel findet allerdings, dass im Nest kein Platz für einen sei. Er wirft es in den See. Dort fungiert Steinchen als Insel, wird aber bald von einer Hand geschnappt, in eine Jackentasche gesteckt und zuhause bemalt. „Gar nicht so übel“ findet es.

„Was ich wohl morgen bin? Hast du eine Idee? Nein? Macht nichts. Aber eines ist sicher: Du wirst staunen.“

Worum es in dem Buch eigentlich geht? Um eine Welt voller Möglichkeiten, um Veränderungen, um Resilienz, um Anpassungsfähigkeit, um Identität, um Perspektivenwechsel? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber ich liebe dieses süße Steinchen, dass sich von nichts aus der Ruhe bringen lässt. Kinder übrigens auch.

In meinem Regal steht die englische Ausgabe schon länger. Ich habe sie fürs Storytelling im Englischunterricht in der Grundschule verwendet (vocabulary: stone, mountain, egg, pebble, island). Dazu gibt es ein Activity Kit als feines Begleitmaterial zum kostenlosen Download. Ich kann mir das Buch im Einsatz im Kunstunterricht als Hinführung und Inspiration für die Trendaktivität „Steine bemalen mit Acrylstiften“ super vorstellen.

Marianna Coppo: Steinchen
Aus dem Italienischen von Ulrike Schimming
48 Seiten, 15 Euro, ab 4 Jahren
2022


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