Ich und meine Angst

Diese Rezension erschien zuerst im 2/19.

Ich und meine knüpft an das unglaublich starke und vollkommen zurecht preisgekrönte Bilderbuch „Die Flucht“ von der italienischen Autorin und Illustratorin Francesca Sanna an, in dem sie aus Kinderperspektive über den beschwerlichen Weg einer Familie aus einem Kriegsgebiet nach in Sicherheit erzählt.

Das ist nun in ihrer neuen angekommen und geht dort zur Schule. Begleitet wird es stets von seiner alten Bekannten, der Angst. Seine winzige Freundin, anfangs dargestellt als niedliches, kleines, weißes Wesen, kennt sie schon seit Ewigkeiten. Früher wurde es von ihr beschützt, doch seit einiger wird das Gefühl immer größer. Es hindert das Mädchen daran, die neue Umgebung zu erkunden, Freund*innen zu finden. „Ich verstehe niemanden und niemand versteht mich“, sagt das Mädchen. Bis sich eines Tages ein Mitschüler ihm gegenüber öffnet.

Sanna hat für dieses Werk Kindern mit Fluchterfahrung zugehört und die und Isolation, von der sie ihr erzählt haben, einfühlsam illustriert. Sie gibt mit diesem Buch Hoffnung: Negative Empfindungen werden machtloser, wenn sie mit anderen geteilt werden.


Francesca Sanna „Ich und meine Angst“ Aus dem Englischen von Thomas Bodmer. NordSüd, 40 S., 16 Euro, ab 4 Jahren

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