Gefühle benennen: In mir drin ist’s bunt

Nimm mich an
so wie ich bin
dann kann ich
ich sein bei dir
und in mir drin

Mein dreijähriges Kind hat viele Gefühle, aber kann sie aber oft nicht verbalisieren. Das hat Missverständnisse, Frustrationen und Wut zur Folge. Dieses kommt für uns genau zur richtigen Zeit. Theresa Bodner hat für jede Doppelseite von In mir drin ist’s bunt einen oder mehrere Vögel kunstvoll aus Buntpapieren ausgeschnitten, auf einen Hintergrund aus Graupappe gelegt und abfotografiert. Die Figuren sind ausdrucksstark, rundherum stehen Adjektive, die möglicherweise dazu passen, außerdem Formulierungen, die die und die Bedürfnisse, die damit einhergehen, benennen können. Die dargestellte Bandbreite der ist vielfältig, sie reicht von „beschämt, schuldbewusst, zerknirscht“ (Bodner bietet aus ihrer Wortschatzkiste u.a. „Das ist mir peinlich.“ und „Entschuldigung, das tut mir leid.“ an) über „schüchtern, zurückhaltend, gschamig, vorsichtig“ (z. B. „Lass mich erst zuschauen.“ und „Das ist mir unangenehm.“) bis hin zu „sicher, geborgen, daheim“ ( „Ich fühle mich wohl.“ oder „Du passt auf mich auf“).

© Illustrationen von Theresa Bodner aus „In mir drin ist’s bunt“, 2020

Dieses besondere ist eine wunderbare Gelegenheit, sich gemeinsam mit Kindern den Bildern und Wörtern hinzugeben, sich neue ausdenken, in Dialog über zu treten – und letztlich die emotionale Kompetenz zu stärken.

Theresa Bodner: In mir drin ist´s bunt
26 Seiten, 15 Euro, ab 4 Jahren
2020

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