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Die Schwalbe, die den Winter sehen wollte

Die junge Iris ist neugierig und dickköpfig. Sie hat einen Herzenswunsch: Einmal, möchte sie, anstatt im Winter mit ihren Artgenoss_innen in den Süden zu fliegen, diesen im Wald erleben und das Unbekannte kennenzulernen.

Das Buch ist herausragend illustriert: Philip Giordano schafft es, das Besondere jeder Jahreszeit abzubilden – reduziert, aber trotzdem mit kleinen Details zu entdecken, unaufgeregt aber eindrücklich. Es gibt blühenden Kirschbäume im Frühling zu sehen, Insektenschwärme, denen Iris im Sommer hinterherjagt, Laub, das sich im Herbst feuerrot und gelb färbt und dicke Schneeflocken, die Iris zuerst schön findet, die ihr dann aber zum Verhängnis werden.

Eine Schwalbe, die den Winter sehen will, geht ein großes Risiko ein. Die Tage werden kürzer, Iris ist hungrig und ihr wird schrecklich kalt. Letztendlich bleibt sie erschöpft im Schnee liegen. Das Eichhörnchen Sam findet sie und nimmt sie mit in seinen Zuhause. Das ist der Beginn einer ungewöhnlichen , die einen Winter lang besteht – und darüber hinaus, auch wenn Iris zukünftig doch lieber mit den anderen Schwalben gen Süden fliegt. Wie immer kommt sie jeden Frühling als erste in den Wald zurück, wo Sam bereits auf sie wartet.

Die Schwalbe, die den Winter sehen wollte ist ein ausnehmend schön gestaltetes Bilderbuch über eine ungewöhnliche Freund_innenschaft vor dem Hintergrund des Wechsels der und den Naturgesetzen.

Philip Giordano: Die Schwalbe, die den Winter sehen wollte
2018
48 Seiten, ab 4 Jahren

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