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Die Feder

“Federn gehören zu den erstaunlichsten Dingen, die die Natur zu bieten hat. Sie sind gleichzeitig zerbrechlich und stark, extravagant und wunderschön. Alle Vögel besitzen Federn, und das macht sie einzigartig im Reich der Tiere. Federn ermöglichen es den Vögeln, in den Himmel aufzusteigen und zu fliegen. Es ist ein uralter Menschheitstraum, wie ein Vogel durch die Lüfte zu gleiten, und deshalb üben Federn schon seit Anfängen der Zeit eine ganz besondere Faszination auf die Menschen aus.”

Nach ihrem wunderschönen Sachbuch “Das Ei” widmet sich die großartige Kinderbuchautorin und – illustratorin Britta Teckentrup in diesem Buch der Feder. Sie unterstreicht viel Faktenwissen mit wunderschön ansprechenden Illustrationen, die ich am liebsten an die Wand hängen möchte. Sie beschreibt Federn in ihren unterschiedlichen Formen und Funktionen und nimmt uns auf eine kleine Abenteuerreise mit.

Im ersten Teil des Buches erfahren wir, dass sich die wissenschaftliche Untersuchung von Federn Plumologie nennt und diese unter Anderem das Gefieder von Vögeln sowie Muster und Farbe der Federn untersucht. Die Kapitel arbeiten sich von der Entstehung der Feder über den Aufbau und die unterschiedlichen Feder- bis hin zu den Flügeltypen vor. Die Textabschnitte sind teilweise recht lang und gespickt mit unzähligen und sehr detaillierten Fakten – diese waren für das Kind nicht immer ganz einfach zu verstehen, sodass wir das Buch gemeinsam gelesen haben.

Wir haben – unter ganz vielen anderen spannenden Aspekten – erfahren, dass…

… die Federn des Flamingos weiß oder grau wären, wenn er keine Krebstiere, die Karotinoide enthalten, fressen würde.

… manche Vögel iher Gesichtsfedern wie zwei große Scheiben um ihre Augen herum tragen. Durch die besonders geformten Federn werden Klänge verstärkt und besser zu den Ohren geleitet. Hörhilfe für Vögel quasi.

… Kolibris die besten Schwebeflieger sind. Manche Kolibris können 52 Mal pro Sekunde mit ihren Flügeln schlagen!

Das Buch beschränkt sich nicht nur auf biologische Fakten allein – gegen Ende des Buches widmet sich Britta Teckentrup ausführlich der Feder in Kultur und Mythologie.

Sie erzählt wofür Menschen, vom Steinzeitalter bis heute, Federn benutzen und legt das Hauptaugenmerk im Schlussteil auf den Traum vom Fliegen. Die unterschiedlichsten Flugmaschinen sowie die Geschichte von der Feder auf dem Mond haben das Kind am meisten fasziniert.

Ein wunderschönes Buch, das nicht nur optisch anspricht sondern auch inhaltlich immer wieder zum Durchblättern einlädt.

Britta Teckentrup: Die Feder (Prestel)

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