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Auf der Insel


Das Buch “Auf der Insel”, illustriert und geschrieben von Malin Widén, ist auf den ersten Blick sehr unscheinbar. Erzählt wird die Geschichte einer Ich-Erzählerin, deren Name nicht genannt wird, man kann vermuten, dass es vielleicht die Autorin selbst ist, die ihre Großmutter im Sommer auf einer Insel weit draußen am besucht. In wenigen Worten wird der Alltag beschrieben, den die Großmutter, der Hund und die Erzählerin dort erleben. Die mit Wasserfarben, passend zum , gemalten Illustrationen erzählen das nicht erwähnte. Das Beobachten der Möwen, das Einkaufen im Dorf, das barfuß über den Strand Spazieren, das Tauchen im und das Festhalten des Erlebten mit Pinsel und Farbe.

“Doch abends, wenn es dunkel wird, höre ich seltsame Geräusche.” (Seite 12f)

Egal, ob man selber schon einmal nachts in der Nähe des Meer war, im Zelt geschlafen hat, oder nur einen Moment zu lange überlegt hat, ob es wirklich der Wind ist, der ums Haus pfeift: plötzlich hört man unheimliche Geräusche und weiß nicht woher sie kommen.

Im Buch gehen die Erzählerin und die Großmutter gemeinsam mit dem Hund und einer Taschenlampe hinaus, denn das, so die Großmutter, ist woher die Geräusche kommen.

Nachdem die verschiedenen Geräuschquellen gefunden wurde und festgestellt werden konnte, dass die Inselnacht eigentlich halb so wild ist, kehren sie wieder zurück. Die Großmutter geht müde zu Bett und die Erzählerin legt ihre Mitbringsel vom Strandspaziergang auf, ehe sie auch wieder schlafen geht.

Ob die Großmutter alleine lebt, oder ob es beispielsweise auch einen Großvater gibt, wird nicht erwähnt. Dadurch ist die Großmutter einerseits zwar die Person die die Care Arbeit verrichtet und sich um das Kind und den Haushalt kümmert, aber andererseits ist es auch sie, die nachts mit auf die Suche nach den Geräuschen geht und eine aktiv-handelnde Großmutter-Rolle hat und scheinbar für alle bereit ist.

In den Zeichnungen verstecken sich außerdem jede Menge kleiner Details, durch die sich Geschichten erzählen lassen.

Ein Buch so unscheinbar, wie es vielleicht der bei den Großeltern als Kind ist, während alle anderen weit wegfliegen, der sich aber rückblickend als der perfekte Sommer herausstellt, weil man dann doch bei Verwandten, wie Großeltern, jede Menge erleben kann.

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