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Vieles über Jungs und Mädchen

Das Buch verspricht, das große Mysterium über Jungs und Mädchen zu beenden. Es geht zumindest in die richtige Richtung. Die Hauptaussage ist nämlich: Sämtliche Geschlecherstereotype und damit verbundene Vorurteile sind Blödsinn. Qualitäten oder Fehler – das ist immer eine Frage der Person und nicht des Geschlechts.

Themen, die in der Pubertät eine große Rolle spielen, werden angerissen und humorvoll (ok, es ist zwar nicht wirklich mein Humor, aber ich bin auch nicht 13 Jahre alt) aufbereitet. Es geht um Schönheitsideale, die Veränderungen des Körpers während der Pubertät, um Verliebtsein und um Freund_innenschaft.

Zwischendurch sind zwischen Witzen und Kritzelein ganz wichtige Botschaften versteckt, zum Beispiel:

Egal wie alt du bist, den Körper gehört 100 % dir. Niemand hat das Recht, ihn ohne deine Erlaubnis anzuschauen und anzufassen, haben wir uns da verstanden?

Das letzte Kapitel widmet sich der Wichtigkeit von Gleichberechtigung und weist darauf hin, dass eine Gleichstellung der Geschlechter auch bei uns noch nicht erreicht ist.

Das Buch ist vielleicht nicht das große Werk, das mit dem Konstrukt der Zweigeschlechtlichkeit aufbricht (die Autorin aber geht sehr wohl, wenn auch nicht unbedingt per State-Of-The-Art-Definition auf Transidentität und Intersexualität ein), aber bei allen Werken, die es über Mädchen und Jungs am Buchmarkt gibt, ist es eines, das man ruhig lesen kann!

Françoize Boucher: Alles über Jungs und Mädchen oder Das Ende des großen Mysteriums (Prestel)

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