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Große Töchter, Drag Queen Stories und was sonst noch geschah

buuu.ch x Große Töchter

Beatrice Frasl von Große Töchter hat mich in zur Weihnachtsfolge ihres feministischen Podcasts eingeladen. Wir haben uns über vielfältige und feministische Kinderbücher unterhalten und weil natürlich alle Menschen Kindern solche zu Weihnachten schenken wollen (und sollen, hehe), habe ich meine allerliebsten Kinder- und Jugendbücher 2o18 vorgestellt (das Best of 2017 gibt’s übrigens hier). Weil das mit Bildern und Podcast nicht so gut funktioniert, hier nochmal die komplette Liste (plus 2 Bonustitel).

Holly Bourne: Die Spinster-Girls-Reihe (dtv)

Die Autorin verknüpft die Themen Feminismus und Mental Health gekonnt. Ein gleichsam packender wie kurzweiliger Jugendroman (der erste von drei Teilen).

Julia Korbik: How to be a girl. Stark, frei und ganz du selbst (Gabriel)

Ein informatives Feminismus-Sachbuch und zugleich ein Mut machender Ratgeber für Mädchen. 

Adam Stower: König Guu (Aladin)

Mit der Figur der großartigen König Guu herself bricht der Adam Stower mit sämtlichen gängigen Rollenbildern- und vorstellungen. Er konfrontiert die Leser_innen mit einem klugen, autonomen, witzigen und selbstbewussten Mädchen, das alleine im Wald lebt, supergut erfinden kann und einen Bart trägt. 

Nathalie Choux: Mein erstes großes Buch – Fahrzeuge (arsEdition)

Dieses Buch nenne stellvertretend für die vielen tollen Pappbilderbücher für ganz junge Leser_innen von Nathalie Choux. Während das Kind von der Vielfalt der abgebildeten Objekte erfreut ist, begeistert mich, jene der von der Illustratorin abgebildeten Fahrer_innen. 

Kerstin Brichzin, Igor Kuprin: Der Junge im Rock (MinEdition)

Ein bestärkendes und unaufgeregtes Buch, eine schöne Familiengeschichte, ermutigend für Rockträger und augenöffnend und horizonterweiternd auch für Erwachsene, die Nachhilfe in Akzeptanz brauchen.

Bolatta Silis-Høegh: Aima (Kullerkupp)

Dieses Buch knallt rein wie eine Konfettikanonenexpolsion. Über eine Kindheit in Grönland, ohne Klischees aber mit viel Humor. 

Marguerite Abouet, Mathieu Sapin: Akissi (Reprodukt)

Ebenso klischeefrei, lustig und authentisch: eine Graphic Novel über eine Kindheit an der Elfenbeinküste. 

Susanne Scheerer,  Annabelle von Sperber: Zwei Mamas für Oscar (Ellermann Vorleseverlag)

Ein großartiges, berührendes und zeitgemäßes Aufklärungsbuch, das einen Blick über den heteronormativen Tellerrand ermöglicht und auf der letzten Seite expliziet zeigt, wie das Sehnsuchtskind Oskar durch Heiminsemination entstanden ist. 

Luzie Loda: PS: Es gibt Lieblingseis

Ein Kinderbuch über Intergeschlechtlichkeit.

Kerascoët: Mein Weg mit Vanessa (Aladin)

Ein Buch ganz ohne Worte und geeignet für alle Altersstufen, das zeigt, wie viel eine Kleinigkeit bewirken kann und wie andere davon inspiriert werden können. 

Jenny Westin Verona, Jesus Verona: Kalle und Elsa (Bohem)


Mein persönliches Jahreshighlight, das schon im Jänner feststand: Kalle und Elsa. Absolut klischeefrei und wunderschön! 

Zwei Bonustitel möchte ich an dieser Stelle noch hinzufügen, komplett außer Konkurrenz, weil sie beide im Eigenverlag bzw. durch Crowdfunding erschienen erschienen sind.

Mirna Funk, Maayan Weisstub: Wo ist Papa?

Bei der Kickstarterkampagne zu „Wo ist Papa“ haben wir selbst auch ein bisschen mitgeholfen. Jetzt ist das Buch über vielfältige Familienformen endlich da!

Kristina Murray Brodin, Bettina Johansson: Warum weint der Papa? (Maria Benson Verlag)

Warum Weint der Papa? ist eine wunderbare Geschichte über Empathie, aber ohne erhobenen Zeigefinger. Das Buch ist ursprünglich im tollen schwedischen Olika förlag erschienen und jetzt bei Maria Benson auf Deutsch.

Was in letzter Zeit sonst noch geschah:

buuu.ch x Umstandslos

Viki hat für Umstandslos (k)eine Art Adventkalender zusammengestellt und zwar 24 Kinder- und Jugendbuchtipps zum „Happy Something“-Anlass für Babys, Kids und Teenies herausgesucht.

Kindheit ohne Rollenklischees

Recht spontan hatten wir beim Info-Event „Kindheit ohne Rollenklischees“ vom Verein checkpot, bei dem der Erfahrungsaustausch zu gendersensibler, geschlechtsneutraler & antisexistischer Pädagogik im Mittelpunkt des Geschehens stand, neben zahlreichen anderen spannenden Initiativen einen Infotisch. Dort gab’s eine diverse Kinderbuchsammlung zu anschauen und durchblättern. Die Idee hatte ich vorher noch nie aber sie ist genau so simpel wie genial. Es ist schön, ein Archiv vielfältiger Kinderliteratur zuhause im Regal zu haben, aber es ist doch auch komplett naheliegend, es für andere auf diese Art zu öffnen. Würde ich durchaus gerne öfter machen.

Drag Queen Stories

Stefanie, die Veranstalterin des Riot Grrrl* Market hatte die grandiose Idee, das Format der Drag Queen Stories aus den USA nach Österreich zu bringen und ich habe sie bei der Buchwahl beraten. Gelesen hat Lady Nutjob letztendlich aus Luzie Libero und Prinzessin Hannibal. Die Lesung war sehr schön und wir waren uns im Anschluss einig, dass das nicht das letzte Mal gewesen sein soll. Falls ihr auch Lust auf Drag Queen Stories habt, kontaktiert uns!

Zusätzlich durfte ich für den Markt den Büchertisch der feministischen Buchhandlung Chicklit kuratieren, so sah er aus:

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