Ein Fall für Robin Spatz

Ein Fall für Robin Spatz

Der turbulente spielt in dem beschaulichen Städtchen Waldstätten, in dem die Bürgermeisterinnen Waldtraut, Waldburga oder Waldegunde heissen und die Bürgermeister Oswald, Waldemar oder Ewald. Seitdem Waldstätten ein Luftkurort ist, riecht es dort nach gar nichts mehr. Sämtliche geruchsverursachenden Dinge wurden verbannt, abgesehen von ein paar Düften, die man noch im „Museum der verbotenen Gerüche“ erschnuppern kann. Robin Spatz’ Aufgabe ist es, auch weiterhin und gerade im Hinblick auf die Verleihung des „Duften Luftikus“, dem begehrten Preis für die beste Luftkurortluft, für Stunkfreiheit zu sorgen. Wenige Tage vor dem Event beginnt es verdächtig zu und Robin nimmt Fährte auf.

Ich mag die Charaktere der Geschichte, allem voran die coole und vielseitige Kriminologin Robin Spatz total gerne. Erfrischend finde ich auch die angedeutete Beziehung von Robin und Nicoletta Nüsschen. Nicht nur mir ist das aufgefallen, auch ein Mitglied der halbstarken aber im Endeffekt zahmen SBS-Gang, der Waldstättner Grafittibande, mutmaßt: „Ich wette die beiden sind verliiiebt“. Ganz aufgelöst, ob dem so ist, oder ob die beiden nur zufällig zusammenwohnen, wird inweiterer Folge nicht und eigentlich ist es ja auch egal, aber Abwechslung zum heteronormativen Einheitsbrei ist immer gut.

Den Bechdel-Test besteht das Buch sowieso. Sprachlich ist es leider ein stellenweise bisschen zu hochschwellig für das empfohlene Lesealter, vor allem wenn selbst gelesen wird. Ich mag die Sprachkunst sehr gerne, aber die Siebenjährige ist nicht immer ganz mitgekommen. Dafür hätten wir nun geklärt, was ein Start-Up ist, darum gehts nämlich öfters. Die niedlichen aber unkitschigen Bilder haben sie dafür um so mehr angesprochen und ich mag die Zeichnungen von Maria Karipidou auch total gerne.

Melanie Laibl, Maria Karipidou: Stunk in Waldstätten: Ein Fall für Robin Spatz (G&G)



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