„Peggy, die Piratentochter“

Peggy, die Piratentochter

Das Buch lässt sich sehr schön Vorlesen, wurde (mehrfach) genossen und hat einen schönen Ansatz. Es wird versucht Geschlechterrollen aufzubrechen, ohne das dies plump mit der Brechstange passiert, sondern schön in den Erzählfluss integriert ist. Dabei ist Peggy nicht bloß die drölfte Wiederholung des Pippi-Langstrumpf-Themas.

Haupterzählstrang ist die Verfolgung des Schiffes, auf dem Peggy mit einem Haufen Seemännern über die Meere segelt durch einen ominösen Geisterpiraten, der sich – SPOILER – als Peggys „leibliche“ Vater heraus stellt, der vor seinem Tod Peggy und ihrer Seemänneradoptivfamilie noch einen dicken Schatz hinterlassen hat. … Wo denn immer das ganze Gold herkommt, das großzügig – etwa für’s Kuchen futtern – ausgegeben wurde, hatte Peggy vorher ständig hinterfragt. An ein Bedingungsloses Grundeinkommen hat sie nicht geglaubt.

Unangenehm an dem eigentlich so netten Buch fand ich die rassistische Markierung des chinesichen Schiffkochs, der in seinen Sprechrollen nicht einen Satz sagen darf, in dem kein „R“ vorkommt (das zum „L“ wird).

Bechdeltest: 0/4. Peggy ist das starke Mädchen* in einer Männer*welt. Außer ihr kommen keine weiteren weiblich konnontierten Rollen vor.

Patricia Schröder (mit Illustrationen von Barbara Korthues): Peggy, die Piratentochter. München: 2009, cbj/Random House



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