Ein nicht so ganz wahres Buch

Ein nicht so ganz wahres Buch

Beim Schielen bleiben die Augen stecken und wenn man zu lange in die Glotze guckt werden sie sowieso viereckig. Stimmt nicht, verlieren kann man die Augen erst, wenn man beim Popeln zu tief den Finger in die Nase steckt und die Pupille erreicht!

Christina Röckl hat sämtliche adultistische Lügengeschichten, mit denen oft konfrontiert sind, zusammengetragen und nicht ganz ernst zu nehmende, wissenschaftliche Abhandlungen darüber mit expressiven Illustrationen in der weltbesten und hoch unterschätzen Farbkombi (nämlich Rosa-Gelb auf Schwarz) kombiniert.

Herausgekommen ist dabei ein ziemliches schmuckes (der extradicke Kartonumschlag, teilweise lackiert, macht es nochmal extra edel) Knallerbuch.  Kaugummi verklebt den Magen ist eine kunstvolle und expressive Abrechnung mit Erwachsenenlügen. Geeignet ist das Werk für alle ab 8, die nicht mehr alles glauben wollen und sollen, was ihnen gesagt wird. Am allerbesten kommt es aber vermutlich bei selbstironischen Lügenerzähler_innen selbst an, vor allem wenn sie eine Schwäche für schicke und abstakte Kinderbücher haben.

Christina Röckl: Kaugummi verklebt den Magen (Kunstanstifter)

 



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